Apache2, PHP, MySQL, Drupal mit Komodo IDE und Leopard

Nachdem mein Fujitsu Siemens Laptop so langsam aber sicher seine verlässliche Zusammenarbeit unter Ubuntu verweigern will und ich seit langem mit dem Gedanken spiele, einen Blick in Steve Jobs Produktwelt zu wagen, habe ich es vorgestern getan. Ich nenne nun ein MacBook Pro mit installierten Leopard mein Eigen. Nachdem das System ausgepackt und gestartet wurde, gehts ran an das Einrichten eines Webservers.

Wo ist der Häuptling?

In Leopard schlummert bereits ein werkelnder Apache2, der standardmäßig, wie sich das gehört, auf Port 80 lauscht. Dieser kann über die Systemeinstellungen unter dem Punkt Sharing / Web-Sharing aktiviert werden.

Da für Drupal Clean URLs benötigt werden, muss noch in der persönlichen Konfigurationsdatei der Wert AllowOverride auf All gesetzt werden. Die Datei hat den Namen des Leopard Benutzers, also z.B. bei mir:

$ sudo vim /etc/apache2/users/mcgo.conf

Datei speichern, und den Apache über die Systemeinstellungen oder mit folgendem Befehl neu starten:

$ sudo apachectl stop
$ sudo apachectl start

Mit PHP?

PHP ist in der Version 5 bereits bei Leopard dabei, jedoch nicht aktiviert. Das ist aber weiter kein Problem. Arne beschreibt in seinem Blog wie das ganz einfach geht. Leider gibt es an der Installation einen Haken: Es ist keine GD Library dabei und das ist z.B. für Drupal schlecht. Daher gibt es Bei Robby eine Anleitung, wie man die PHP Installation von entropy nutzt, die wiederum mit GD und mysqli vorbereitet ist. Damit klappt dann auch GD.

Und MySQL?

MySQL ist bei Leopard noch nicht installiert. Die Anleitung von Apple verweist auf die Anleitung auf der MySQL Homepage, auf der es ein Binärpaket für Leopard gibt, also eine .dmg Datei, die einfach per Doppelklick gemountet wird. Darin sind zwei Dateien enthalten, die beiden installiert werden (wenn man MySQL beim Systemstart starten wil).Um für PHP einen Socket zu erzeugen müssen jetzt noch die folgenden Befehle abgesetzt werden:

sudo /usr/local/mysql/bin/safe_mysqld
sudo mkdir /var/mysql/
sudo ln -s /tmp/mysql.sock /var/mysql/mysql.sock

Nach der Installation kann man das System neustarten oder (was ja viel einfacher ist) durch folgenden Befehl den MySQL Server starten:

$ sudo /Library/StartupItems/MySQLCOM/MySQLCOM start

Wer ist dieser Komodo?

Komodo Edit ist der kleine Bruder der Komdo IDE. Beide Entwicklungsumgebungen sind auf Linux, Windows und auch Mac verfügbar und im Vergleich zu anderen Lösungen sehr einfach zu installieren. Zudem bietet Komodo nebden den Standard IDE-Funktionalitäten einige Schmankerl für Drupalentwickler. Für Leopard existiert ein downloadbares .dmg Paket, das einfach in die Programme gezogen wird. Fertig.

Mehrere Hosts mit VirtualHostX

Jetzt ist der Webentwickler bereits fertig, loszulegen. Meistens gibt es aber mehr als ein Projekt, an dem gearbeitet wird, so dass sich eine Virtual Host Konfiguration auf dem Entwicklungsrechner anbietet. Mit dem kleinen Tool VirtualHost X lassen sich mit genau drei Klicks und ca. 20 Zeichen Text per grafischer Oberfläche virtuelle Hosts definieren, die irgendwo im Dateisystem liegen. Das Tool ist die freiwilligen 7 $ absolut wert!

Na wie ist das Fazit nach

Na wie ist das Fazit nach den ersten paar Monaten - Bleibst du im Mac Lager oder zieht es Dich wieder zu Ubuntu?

Also ich bin immernoch (und

Also ich bin immernoch (und immer mehr) positiv vom Mac überrascht. Sicher gibt es einige Hürden, die einem grad zu Beginn das Leben schwer machen, aber die super Hardware und das OS mit untereinander vernetzten Komponenten ist wirklich super. Es funktioniert einfach...